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Immunphänotypisierung

1 Definition

Mit Hilfe der Immunphänotypisierung wird die Expression von Antigenen auf Zelloberflächen analysiert. Sie wird deshalb auch immunzytologische Diagnostik genannt.

2 Hintergrund

Viele Antigene, die mit Hilfe der Immunphänotypisierung untersucht werden, sind sogenannte CD-Marker (Cluster of Differentiation). Dabei handelt es sich um membrangebundene Glykoproteine mit verschiedenen Eigenschaften und Funktionen, die zellspezifisch exprimiert werden.

Die Immunphänotypisierung ist eine wichtige Untersuchung für die Erkennung und Verlaufsdiagnostik von Leukämien und Lymphomen. Untersuchungsmaterial ist meist peripheres Blut und/oder Knochenmark, aber auch andere Flüssigkeiten z.B. Liquor oder Pleuraerguß können zur Untersuchung verwendet werden. Anhand des Antigenprofils der analysierten Zellen kann die Linienzugehörigkeit (myeloisch vs. lymphatisch) und der Differenzierungsgrad bestimmt werden. Hierdurch können dann z.B. Lymphom-Subklassen unterschieden, aber auch prognose- und therapierelevante Marker identifiziert werden.

Die Immunphänotypisierung kann zur Bestimmung des CD4/CD8-Quotienten eingesetzt werden, der z.B. bei einer HIV-Infektion verändert ist. Ebenso kann bei Erkrankungen wie der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) das Fehlen von bestimmten CD-Markern nachgewiesen werden.

3 Methode

Die Typisierung findet üblicherweise in der hämatologischen Diagnostik durch Durchflusszytometrie mit fluoreszenzmarkierten Antikörpern statt.

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