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Hungry-Bone-Syndrom

Synonyme: Syndrom des hungrigen Knochens
Englisch: hungry bone syndrome, HBS

1 Definition

Beim Hungry-Bone-Syndrom, kurz HBS, handelt es sich um eine prolongierte Hypokalzämie nach einer Parathyreoidektomie. Sie tritt als Folge des plötzlichen postoperativen Parathormon-Entzugs bei einer über längere Zeit vorbestehenden Mineralisationsstörung des Knochens im Rahmen eines Hyperparathyreoidismus auf.

2 Epidemiologie

Die Häufigkeit des Hungry-Bone-Syndroms beträgt etwa 0 bis 6% bei Fehlen einer schweren ossären Beteiligung und 25 bis 90% bei primären Hyperparathyreoidismus-Osteopathien.

3 Pathophysiologie

Die häufigste Ursache für das HBS ist eine Parathyreoidektomie bei Hyperparathyreoidismus. Der hohe Serumcalciumspiegel bei Hyperparathyreoidismus ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen:

Nach einer Parathyreoidektomie sinkt der Parathormon-Serumspiegel (PTH) dramatisch. Infolgedessen sistiert die PTH-induzierte osteoklastische Knochenresorption, während die gesteigerte osteoblastische Aktivität zunächst anhält. Dadurch werden vermehrt Calcium, Phosphat und Magnesium in den Knochen eingebaut, was eine Hypokalzämie trotz normalisierter PTH-Werte auslöst.

4 Risikofaktoren

5 Labor

6 Therapie

  • Calcium-Supplementation (initial hohe Dosen parenteral, 6-12 g tgl.),
  • Aktive Vitamin-D-Metaboliten (Calcitriol, Alfacalcidol) höher dosiert (2-4 μg/Tag)
  • Magnesium-Supplementation
  • Phosphat nicht generell supplementieren, da Kalziumphosphat-Verbindungen den Plasmacalcium-Spiegel weiter senken können.

7 Prävention

Präventiv wirkt die präoperative Gabe von Vitamin D und Bisphosphonaten.

Diese Seite wurde zuletzt am 3. Juni 2019 um 17:40 Uhr bearbeitet.

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