Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

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Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Euer Flexikon-Team

Grand mal

(Weitergeleitet von Grand-mal-Anfall)

Synonym: Tonisch-klonischer Krampfanfall, Grand-mal-Anfall
Englisch: Grand mal seizure

1 Definition

Als Grand mal bezeichnet man einen epileptischen Anfall mit tonischer und klonischer Komponente (tonisch-klonischer Anfall).

2 Ätiologie

Ursächlich ist in der Regel ein primär generalisiertes Anfallsleiden. Seltener können auch partielle Anfälle sekundär generalisieren und die Symptomatik eines Grand-mal-Anfalls hervorrufen.

Konsens bei der Beurteilung der Anfallsform ist, von einem primär generalisierten Grand mal auszugehen, wenn mit Beginn des Anfalls eine Bewusstlosigkeit vorliegt. Ein partieller Anfall, der sekundär zu einem Grand mal generalisiert, ist hingegen durch das Vorhandensein einer Aura oder anderen partiellen Anfallsphänomenen zu Beginn des Anfallsgeschehens gekennzeichnet.

Zur Pathogenese epileptischer Anfälle, siehe: Epilepsie

3 Anfallsbeschreibung

Grand mal-Anfälle folgen einem charakteristischen Verlauf und gehen mit Bewusstseinsverlust des Anfallsleidenden einher. Fakultative Symptome vor Anfallsbeginn sind Aura und/oder unwillkürliche Lautäußerungen (Initialschrei).

Die erste Phase des Krampfanfalls ist durch starke tonische Kontraktionen mit Versteifung der Muskulatur, Atemstillstand und hypoxiebedingte Zyanose gekennzeichnet. Sie ist relativ kurz. In dieser Phase kann eine Mydriasis auftreten (Isokor). Die Betroffenen reagieren nicht auf Ansprache. Die Extremitäten sind gestreckt, die Augen bei Blickdeviation nach oben geöffnet und der Mund durch festen Kieferschluss geschlossen.

Der tonischen folgt die klonische Phase mit unwillkührlichen rhythmischen Muskelzuckungen, lateralem Zungenbiss und/oder reflektorischer Blasenentleerung. Seltener kommt es zur unwillkürlichen Defäkation. Die Dauer der klonischen Phase beträgt in der Regel 3-5 Minuten, kann jedoch individuell divergieren.

Nach Sistieren der klonischen Phase kommt der Betroffene in der Regel zu sich und fällt kurz darauf aus Erschöpfung in einen Nachschlaf. In dieser Zeitperiode wird der Zustand des Betroffenen als postiktal bezeichnet.

Fachgebiete: Neurologie

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