Vom 12. bis 28. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Magendrüse

(Weitergeleitet von Glandulae gastricae)

Synonym: Glandula gastrica
Englisch: gastric gland

1 Definition

Die Magendrüsen sind tubuläre Drüsen der Magenschleimhaut.

2 Histologie

Die Magendrüsen sind unter anderem für die Sekretion von Muzinen und Magensafts verantwortlich. Sie münden in den Magengrübchen auf die Oberfläche der Magenschleimhaut.

3 Einteilung

Die Morphologie und Funktion der Magendrüsen ist in den verschiedenen Regionen des Magens unterschiedlich ausgeprägt. Man unterscheidet:

3.1 Kardiadrüsen

Die Drüsenschläuche der Drüsen im Bereich der Kardia (Glandulae cardiacae) sind tubulär, gewunden und verzweigt. Ihre Wand besteht aus Drüsenzellen ("Epitheliocyti cardiaci"), die Muzine sezernieren. Sie bilden eine alkalische Schleimschicht, welche die Magenwand und den unteren Teil des Ösophagus vor der Magensäure schützt.

3.2 Fundusdrüsen

Die Fundusdrüsen (Glandulae gastricae propriae) findet man im Corpus und Fundus ventriculi. Sie produzieren den eigentlichen Magensaft. Es handelt ich um gestreckte tubuläre Drüsen, die verschiedene Zelltypen aufweisen. Dazu zählen:

Der Drüsenschlauch wird histologisch in einen Isthmus, ein gestrecktes Halsstück (Cervix) und ein Hauptstück (Pars principalis) unterteilt.

3.3 Pylorusdrüsen

Die Pylorusdrüsen (Glandulae pyloricae) trifft man im Bereich des Magenausgangs (Pylorus) an. Es handelt sich um tubuloalveoläre Drüsen. Sie ähneln morphologisch den Brunner-Drüsen des Duodenums. Im Gegensatz zu den weiter oral liegenden Magendrüsen besitzen die Pylorusdrüsen keine Haupt- und kaum Belegzellen. Ihre Wand besteht aus fein granulierten, isoprismatischen Drüsenzellen, die Muzine sezernieren. Sie bilden eine Schleimschicht, welche die Magenwand und den vorderen Teil des Duodenums vor der aggressiven Magensäure schützt.

Neben den exokrinen Drüsenzellen sieht man in das Epithel der Pylorusdrüsen eingestreut endokrine Zellen, die so genanten G-Zellen. Sie sezernieren das Hormon Gastrin. Ebenso findet man hier D-Zellen, die das Hormon Somatostatin sezernieren.

Fachgebiete: Histologie

Diese Seite wurde zuletzt am 15. Dezember 2020 um 13:58 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

14 Wertungen (3.14 ø)

73.263 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: