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Fruchtschädigung

Synonym: Keimschädigung

1 Definition

Als Fruchtschädigung wird allgemein eine Schädigung der Frucht (Embryo und Fetus) und der Gameten durch verschiedene Einflüsse bezeichnet, so dass die normale Entwicklung gestört wird.

2 Hintergrund

Schädigende Einflussfaktoren (Teratogene gennant) können chemischer (z.B. Medikamente, Drogen), physikalischer (z.B. Strahlung) oder biologischer (z.B. Virusinfektionen) Natur sein. Der Umfang der Fruchtschädigung bzw. ihrer Folgen ist dabei in der Regel weniger von dem einzelnen Faktor, sondern vom Zeitpunkt der Schädigung abhängig.

Je nach dem Zeitpunkt, an dem die Fruchtschädigung Entwicklungsstörungen hervorruft, kann eine weitere Einteilung erfolgen:

  • Gametopathie: Störungen, die durch Schädigung der Eizellen und Spermien entstehen; häufig sind hier Chromosomenanomalien wie die Trisomie 21.
  • Blastopathie: Störungen in den ersten beiden Wochen nach der Befruchtung; in dieser Phase wird häufig von dem "Alles-oder-Nichts-Prinzip" gesprochen, da Teratogene entweder zum Absterben der Frucht führen oder sonst die Entwicklung normal weiter läuft.
  • Embryopathie: Störungen in den ersten 9 SWS; in dieser Zeit findet vornehmlich die Entwicklung der Organe statt, so dass Teratogene in dieser Phase besonders zu Organfehlbildungen und -missbildungen führen.
  • Fetopathie: Störungen ab der 9. SWS; Teratogene führen hier nur noch selten zu Organschäden, können aber die Gehirnentwicklung negativ beeinflussen.

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