Ekchymose
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LoslegenSynonym: Ecchymosis
Englisch: ecchymosis
Definition
Als Ekchymose wird eine flächige, nicht wegdrückbare Haut- oder Schleimhautblutung bezeichnet.
Hintergrund
Ekchymosen sind eine Form der Purpura, der histopathologisch eine Extravasation von Blut in die Dermis bzw. Subkutis zugrunde liegt. Sie sind deutlich größer als Petechien – häufig gilt eine Größe von über 10 mm als Orientierungswert. Ihr Größenverhältnis zu Sugillationen und Suffusionen wird in der Literatur uneinheitlich angegeben: Vielfach werden Ekchymosen als kleiner als Sugillationen und Suffusionen eingeordnet, teilweise werden die Begriffe jedoch synonym verwendet.
Ursachen
Ekchymosen werden durch ein breites Spektrum an Ursachen ausgelöst. Pathogenetische Faktoren sind eine erhöhte Gefäßfragilität oder Störungen der primären oder sekundären Hämostase:
- Stumpfe Traumata
- Sepsis
- Thrombopenien
- Thrombozytenfunktionsstörungen
- Antikoagulanzientherapie
- Paraproteinämien
- Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)
- Disseminierte intravasale Gerinnung (DIC)
- Leberinsuffizienz
- Autoimmunerkrankungen
- Morbus Gaucher
- Vitamin-C-Mangel
- Altershaut
Darüber hinaus können Ekchymosen auch als Nebenwirkung einer Glukokortikoidtherapie auftreten. Weiterhin können sie Zeichen einer akuten Pankreatitis sein (Grey-Turner-Zeichen, Cullen-Zeichen). Lidekchymosen kommen als diagnostischer Hinweis bei Kindern mit einem Orbita-infiltrierenden Neuroblastom vor.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt klinisch. Ekchymosen sind meist flach und nicht palpabel. Sie sind mit dem Glasspatel nicht wegdrückbar.
ICD-10-Codes
- R23.3 — spontane Ekchymosen
- R58 — Blutung, anderenorts nicht klassifiziert (allgemeine WHO-Kodierung)
- P54.5 — Hautblutung beim Neugeborenen