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Single Nucleotide Polymorphism

(Weitergeleitet von Einzelnukleotid-Polymorphismus)

Synonyme: Einzelnukleotid-Polymorphismus, Einzel-Nukleotid-Polymorphismus
Englisch: single nucleotide polymorphism

1 Definition

Als Single Nucleotide Polymorphism, kurz SNP, werden in der Genetik verschiedene Variationen einzelner Basenpaare (single nucleotids) an einer bestimmten Stelle des Genoms bezeichnet.

2 Hintergrund

Mehr als 90% aller Variationen in der menschlichen DNA werden durch Austausch von einzelnen Nukleotidbasen verursacht. Man spricht hierbei von sog. Einzelnukleotid-Polymorphismen. Gemäß der Definition handelt es sich hierbei um Loci im menschlichen Genom, bei denen sich die verschiedenen Allele in einer einzigen Nukleotidbase unterscheiden und das seltener vorkommende Allel eine Mindesthäufigkeit von 1% innerhalb der Population aufweist.

3 Auftreten

SNPs kann man sowohl in kodierenden als auch nicht-kodierenden Bereichen des menschlichen Genoms auffinden. Treten sie in kodierenden Sektoren auf, werden sie auch als cSNPs bezeichnet. In den nicht-kodierenden Genombereichen findet sich durchschnittlich ein SNP pro 1.000 Nukleotide. Die am häufigsten vorkommenden und bekannten Single Nucleotid Polymorphisms sind maßgeblich für den Unterschied des Menschen zum Primaten verantwortlich.

4 Klinik

Im Zuge des Humangenomprojekts etablierten sich die SNPs des menschlichen Genoms zu einem zentralen "Werkzeug" für genetische Analysen. Diese reichen von der Genetik komplexer Krankheiten über die Pharmakogenetik bis hin zur Populationsgenetik.

Einzelnukleotid-Polymorphismen eignen sich - vergleichsweise zu anderen Polymorphismen - aufgrund ihrer niedrigen Mutationsrate (und großer Stabilität) und häufigem Vorkommen im kompletten Genom in besonderem Maße für Assoziationsanalysen zur Identifikation komplexer Krankheiten. Gleichfalls können sie für Kopplungsanalysen innerhalb von Familien verwendet werden. Der größte Vorteil jedoch liegt darin, dass eine große Zahl von SNPs (> eine Million) gleichzeitig auf DNA-Chips bestimmt werden können. Dies ist auch der Grund, weshalb solche Analysen relativ kostengünstig durchführbar sind.

5 Literatur

  • Schaaf, Christian P., und Johannes Zschocke. Basiswissen Humangenetik. Springer-Verlag, 2012.

Diese Seite wurde zuletzt am 6. März 2020 um 03:13 Uhr bearbeitet.

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