Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Dysproteinämie

1 Definition

Unter einer Dysproteinämie ist eine Störung in der Proteinverteilung im Blutplasma bzw. Blut zu verstehen. Die Proteine liegen nicht in ihren physiologischen Verhältnissen vor. Unterschieden werden kann dabei zwischen einer angeborenen Dysproteinämie und einer erworbenen Dysproteinämie. Gemeinsam ist beiden eine quantitative Veränderung in der Zusammensetzung der Serumproteine.

2 Diagnose

Eine Dysproteinämie lässt sich anhand einer Serumelektrophorese nachweisen. Dabei kommt es zunächst zu einer Auftrennung der Plasmaproteine. Anschließend kann eine quantitative Bestimmung aller enthaltenen Proteine erfolgen. Hierbei fallen Abnormalitäten, wie bei einer Dysproteinämie, ins Gewicht.

3 Physiologische Verteilung der Proteine

Etwa 60 % der Serumproteine entfallen auf das Albumin. Dies wird in der Serumelektrophorese sichtbar; Albumin bildet die mit Abstand größte Fraktion. Die restlichen 40 % entfallen auf die Alpha-1-, Alpha-2- und Beta-Globuline, sowie auf die Immunglobuline (γ-Globuline).

4 Ursachen

Gründe für das Auftreten einer Dysproteinämie können verschiedenste Erkrankungen sein. Besonders in der akuten Phase einer Infektion kommt es zu einer Verringerung des Anteils an Albuminen. Dies ist außerdem der Fall nach größeren Verletzungen oder ausgedehnten Operationen. Während das Albumin absinkt, steigt der Gehalt der anderen Proteine (Akute-Phase-Proteine). In diesem Fall spricht man von einer erworbenen Dysproteinämie.

5 Angeborene Dysproteinämien

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

3 Wertungen (3.67 ø)

14.798 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: