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Differential Time to Positivity

Abkürzung: DTP, DTTP

1 Definition

Als Differential Time to Positivity, kurz DTP, wird eine Untersuchungsmethode bezeichnet, mit der eine Katheter-assoziierte Infektion diagnostiziert werden kann. Die deutsche Übersetzung ist "Zeitunterschied bis zur Positivität", es wird aber nur der englische Begriff verwendet.

2 Hintergrund

Das Verfahren wird häufig eingesetzt, um die Verdachtsdiagnose einer Portinfektion zu erhärten bzw. zu widerlegen. Es werden gleichzeitig zwei Blutkulturen abgenommen, die erste aus dem Port oder zentralen Venenkatheter, die zweite aus einer peripheren Vene. Die Blutkulturflaschen werden bebrütet. Dies geschieht heute fast ausschließlich mit automatisierten Systemen. Wenn die Proben positiv werden, wird die Zeit vom Beginn der Bebrütung bis zur positiv-Detektion registriert und verglichen.

Ein Zeitunterschied von zwei Stunden oder mehr, d.h. die aus dem Katheter beimpften Flaschen werden früher positiv als die mit peripherem Blut beimpften, gilt als Nachweis, dass der Katheter kontaminiert ist und die Ursache der Bakteriämie darstellt. Werden beide Blutkulturen annähernd zeitgleich positiv, ist der Focus der Infektion nicht der Katheter. Sensitivität und Spezifität dieser Methode werden mit über 90% angegeben.

3 Quellen

Raad I, Hanna HA, Alakech B, Chatzinikolaou I, Johnson MM, Tarrand J: Differential Time to Positivity: A Useful Method for Diagnosing Catheter-Related Bloodstream Infections. Ann Intern Med 2004; 140: 18-25

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