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Brückenkallus

Englisch: bridging callus

1 Definition

Als Brückenkallus bezeichnet man überschüssigen Kallus, der nach einer Fraktur zur Verwachsung zweier parallel laufender Knochen führt.

2 Epidemiologie

Die Inzidenz für die Entstehung von Brückenkallus wird zwischen 1 und 2 % angegeben.

3 Ätiologie

Als Risikofaktoren für die Entstehung von Brückenkallus gelten Frakturen auf gleicher Höhe, ausgeprägte Schädigungen der Membrana interossea, schwerer Weichteilschaden, Spongiosaplastiken, schwere Schädel-Hirn-Traumata und eine zu lange Ruhigstellung.

4 Klinik

Brückenkallus tritt v.a. nach Frakturen der Röhrenknochen des Unterarms (v.a. Unterarmschaftfrakturen) oder des Unterschenkels auf. Am Unterarm kann es dadurch zu Bewegungseinschränkungen, wie der Aufhebung der Pronations- und Supinationsfähigkeit kommen.

5 Therapie

Beim Vorliegen von Brückenkallus ist eine operative Revision indiziert, ggf. mit begleitender Strahlentherapie und Indometacingabe. Die Operation wird durchgeführt, sobald sich der Knochen radiologisch strukturiert hat. Zur Schmerzausschaltung hat sich die Anlage eines Plexuskatheters bewährt.

6 Prognose

Der Brückenkallus zeigt eine hohe Rezidivrate.

7 Literatur

  • Carl-Joachim Wirth et al.: Komplikationen in Orthopädie und Unfallchirurgie: vermeiden, erkennen, behandeln. Thieme Verlag. 2010.
  • K.-P. Schmit-Neuerburg et al.: Tscherne Unfallchirurgie: Teil 1: Ellenbogen, Unterarm, Hand. Springer Verlag.

Diese Seite wurde zuletzt am 28. November 2020 um 23:09 Uhr bearbeitet.

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