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Blalock-Taussig-Anastomose

Synonym: Blalock-Taussig-Shunt

1 Definition

Als Blalock-Taussig-Anastomose bezeichnet man eine früher abschließende, heute zur palliativen Therapie eingesetzte Operationsmethode bei zyanotischen Herzfehlern.

2 Historie

Diese Form der herzchirurgischen Maßnahme wurde von den amerikanischen Medizinern Alfred Blalock (Herzchirurg, Baltimore, 1899 – 1964) und Helen Brooke Taussig (Kardiologin, Baltimore und Boston, 1898 – 1986) entwickelt. Des Weiteren war der Chirurg Vivien Tomas an der Entwicklung dieser OP beteiligt. Die erste Operation dieser Art fand am 29. November 1944 statt.

3 Vorgehen

Es wird eine Abtrennung eines Astes entweder der Arteria subclavia oder der Arteria carotis communis vorgenommen. Dieser nun freie Ast wird mit der Arteria pulmonalis, der Lungenschlagader, verbunden. Ziel dieser chirurgischen Maßnahme ist folgendes: Die Lunge erhält durch diese künstlich angelegte Umleitung nun Blut aus dem zyanotischen Kreislauf. Dadurch fließt eine größere Menge Blut durch das Lungengewebe und der Anteil an sauerstoffangereichertem Blut kann somit gesteigert werden. Es kommt zu einer Verringerung der Zyanose, bis eine weitere Korrekturoperation vorgenommen werden kann.

4 Modernisiertes Verfahren

Heute wird an Stelle der Abtrennung der Arteria subclavia ein künstliches Gefäß (Goretex-Shunt) mit der Lungenarterie verbunden. Eine weitere Alternative ist der Kirklin-Shunt: Hierbei wird eine zentrale Verbindung zwischen Aorta und Pulmonalarterie angelegt.

5 Anwendung

Häufiges Anwendungsgebiet der Blalock-Taussig-Anastomose ist die Fallot-Tetralogie oder bestimmte Herzfehler aus dem Single-Ventricle-Formenkreis.

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