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Betz-Zelle

nach Vladimir Alexandrowitsch Betz (1834-1894), russischer Anatom
Synonyme: Betz-Pyramidenzelle, Betz-Riesenpyramidenzelle, Riesenpyramidenzelle, Neuron pyramidale giganteum isocorticis
Englisch: Betz cell

1 Definition

Betz-Zellen sind nach ihrem Entdecker, dem Anatomen Vladimir Betz benannte, große Pyramidenzellen.

2 Histologie

Betz-Zellen kommen im primär motorischen Kortex (Area 4, Gyrus praecentralis) vor. Sie sind in der Lamina Vb lokalisiert und haben einen massiven dreieckigen Zellkörper (Perikaryon), der einen Durchmesser von bis zu 100 µm erreicht.

Eine Betz-Zelle besitzt einen ausgedehnten Dendritenbaum, der von allen Seiten des Perikaryons entspringt, sich in alle Schichten der Großhirnrinde verzweigt und deshalb ein großes rezeptives Feld besitzt. Das bis zu 20 µm breite, stark myelinisierte und folglich schnell leitende Axon zieht als wichtigste Efferenz der Pyramidenbahn unter Abgabe von Kollateralen ins Rückenmark hinab und bildet dort eine glutamaterge exzitatorische Synapse mit einer motorischen Vorderhornzelle. Betz-Zellen regulieren daher besonders feine Bewegungen v. a. der distalen Extremitätenmuskulatur.

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