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Basophilie

(Weitergeleitet von Basophile Granulozytose)

von griechisch: philia - Liebe
Englisch: basophilia

1 Definition

Der Begriff Basophilie kann unterschiedliche Bedeutungen haben.

1.1 Chemie

Basophilie beschreibt die Eigenschaft von Substanzen, die aufgrund ihrer gegenüber Basen sauer reagierenden funktionellen Gruppen oder ionischen Eigenschaften mit diesen eine Säure-Base-Reaktion eingehen.

1.2 Histologie

In der Histologie dient der der Begriff zur Bezeichnung von Gewebe- bzw. Zellstrukturen, die durch basische Farbstoffe anfärbbar sind (beispielsweise durch Hämatoxylin).

1.3 Hämatologie

Synonym: basophile Granulozytose

In der Hämatologie bezeichnet man eine Vermehrung der basophilen Granulozyten im peripheren Blut als Basophilie. Sie ist eine Form der Granulozytose.

Das Gegenteil der Basophilie ist die Basopenie.

ICD10-Code: D75.8

Im folgenden wird nur der hämatologische Aspekt weiter besprochen.

2 Ursachen

Eine Basophilie kann unterschiedliche Ursachen haben und ist häufig mit einer Eosinophilie vergesellschaftet. Dazu zählen unter anderem:

Bei CML ist eine zunehmende Basophilie ein Hinweis darauf, dass die Schwere der Erkrankung zunimmt.

3 Referenzbereich

Der Referenzbereich für basophile Granulozyten bei Erwachsenen liegt ungefähr zwischen 0,01 und 0,1 G/l, entsprechend 10 bis 100 Zellen pro µl. Ausschlaggebend ist der vom Labor angegebene Referenzwert. Damit stellen basophile Granulozyten im normalen Blutbild 0-1% der Leukozyten.

Tags:

Fachgebiete: Chemie, Histologie, Hämatologie

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