Lungenauskultation
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LoslegenSynonym: pulmonale Auskultation
Englisch: pulmonary auscultation
Definition
Die Lungenauskultation dient der Erfassung von Atemgeräuschen und Atemnebengeräuschen, die bei der Atmung im Bereich des Thorax entstehen. Die Auskultation erfolgt in der Regel mit einem Stethoskop. Sie ist Teil der körperlichen Untersuchung.
Die Lungenauskultation ermöglicht es, mit einfachen Mitteln pathologische Veränderungen der Lunge aufzuspüren und somit Anhaltspunkte für weitere diagnostische Maßnahmen zu erhalten.
Durchführung
Die Auskultation der Lunge wird am sitzenden Patienten durchgeführt. Der Patient nimmt am besten mit leicht nach vorne gebeugtem Oberkörper auf einem höhenverstellbaren Hocker Platz, sodass alle Thoraxseiten gut zugänglich sind.
Während der Auskultation bittet man den Patienten, mit leicht geöffnetem Mund tief ein- und auszuatmen. Die Atemexkursionen sollten aber auch nicht übertrieben werden, damit keine Hyperventilation entsteht.
Die Auskultation sollte immer nach einem festen Schema erfolgen, damit keine Stellen vergessen werden, z.B. erst dorsal, dann lateral, dann ventral und jeweils von kranial nach kaudal. Um Seitenunterschiede herauszuhören, erfolgt die Auskultation dabei immer abwechselnd links und rechts. An jeder Position hört man die In- und Exspiration ab - nur so ergibt sich ein vollständiges Bild der Belüftungsverhältnisse.
Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung gestellt von 3M Littmann.
siehe auch: Herz- und Lungengeräusche im Flexikon
Besondere Auskultationsstellen
Bei der Auskultation sollten folgende Regionen gezielt berücksichtigt werden:
- Lungenspitzen: Sie werden ventral oberhalb der Clavicula und dorsal oberhalb der Spina scapulae im Seitenvergleich auskultiert.
- Rechter Mittellappen und Lingula: Diese Lungenabschnitte sind besonders von ventral und lateral zugänglich. Die Untersuchung erfolgt etwa auf Höhe des 4. bis 6. Interkostalraums zwischen Medioklavikular- und vorderer Axillarlinie.
- Lungenbasen: Die basalen Abschnitte der Unterlappen werden dorsal unterhalb der Schulterblätter und posterolateral untersucht.
- Auskultationsdreieck (Trigonum auscultationis): Dieses muskelschwache Areal medial des unteren Schulterblattwinkels erleichtert die Schallübertragung. Der Patient verschränkt dazu die Arme vor dem Brustkorb und beugt den Oberkörper leicht nach vorne.
HowTo-Videos
Auskultation der Lunge
Untersuchung des Thorax
Bildquelle
- Bildquelle Auskultationsgeräusch: ©Pavel Danilyuk/Pexels