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Augentrost

Synonyme: Augustinuskraut, Gibinix, Milchdieb, Wiesenwolf
Lateinisch: Euphrasia officinalis (syn. Euphrasia rostkoviana)
Englisch: Common eyebright

1 Definition

Der Augentrost ist eine alte Arzneipflanze aus der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) (früher Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)).

2 Eigenschaften

Die einjährige Pflanze wird bis zu 30 cm hoch und zeigt eine im oberen Teil stark verästelte Struktur. Sie ist von weichen Haaren (Trichomen) bedeckt. Die Laubblätter haben einen abgerundeten oder kurz-keiligen Grund mit zwischen 5 und 15 Zähnen am Rand. Die Blütenkrone ist weiß, selten violett, und weist auf der unteren Blütenlippe einen charakteristischen gelben Fleck auf. Die Frucht wird von einer fein bewimperten Kapsel dargestellt, die mit zunehmender Reife häufig verkahlt.

3 Inhaltsstoffe

Iridoid-Glykoside, etwa Aucubin, Lignane, Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl (wenig); das Vorhandensein tertiärer Alkaloide wird diskutiert.

4 Anwendungsgebiete

Die Naturheilkunde bedient sich der Pflanze schon seit Alters her in der Augenheilkunde. Noch heute werden homöopathische Zubereitungen (einschließlich der homöopathischen Urtinktur) in Form von Augentropfen eingesetzt. Indikationsgebiete sind beispielsweise entzündliche oder leichte ödematöse Veränderungen am Auge oder Augenlid.

5 Literatur

  • Pahlow: Das Grosse Buch der Heilpflanzen, Gräfe und Unzer, Augsburg 2000.
  • Jäger, Rothmaler et al.: Exkursionsflora von Deutschland; Gefäßpflanzen, Grundband, Spektrum Akademischer Verlag, 20. Auflage, Heidelberg 2011.

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