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Asparaginsäure

Synonyme: L-Asparaginsäure, Aspartat
Englisch: aspartic acid

1 Definition

Asparaginsäure, kurz Asp oder D, ist eine nicht-essentielle, proteinogene Aminosäure. Da sie unter physiologischen Bedingungen normalerweise deprotoniert vorliegt, wird häufig nur die Bezeichnung Aspartat verwendet.

2 Chemie

Aspartat hat die Summenformel C4H7NO4 und eine molare Masse von 133,10 g/mol.

Asparaginsäure entsteht durch Transaminierung aus Oxalacetat. Sie besitzt zwei Carboxylgruppen und reagiert daher sauer. Asparaginsäure ist unter anderem als Aminogruppendonor am Harnstoffzyklus beteiligt.

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3 Funktion

Neben seiner Bedeutung für die Proteinbiosynthese stimuliert Asparaginsäure im ZNS die NMDA-Rezeptoren. Seine erregende Wirkung als Neurotransmitter ist jedoch nicht so ausgeprägt wie die der Glutaminsäure.

Kletterfasern verwenden Asparaginsäure in Synapsen, die sie mit den Purkinje-Zellen des Kleinhirns bilden.

4 Labormedizin

Der Asparaginsäurespiegel kann sowohl im Blutserum als auch im Urin bestimmt werden.

4.1 Referenzwerte im Serum

  • Neugeborene bis 1 Monat: bis 30 µmol/l
  • Säuglinge bis 1 Jahr: bis 25 µmol/l
  • Kleinkinder 2-6 Jahre: bis 15 µmol/l
  • Schulkinder 7-14 Jahre: bis 25 µmol/l
  • Erwachsene: bis 50 µmol/l

4.2 Referenzwerte im Urin

  • Neugeborene bis 1 Monat: bis 250 µmol/g Kreatinin
  • Säuglinge bis 1 Jahr: bis 200 µmol/g Kreatinin
  • Kleinkinder 2-6 Jahre: bis 150 µmol/g Kreatinin
  • Schulkinder 7-14 Jahre: bis 100 µmol/g Kreatinin
  • Erwachsene: bis 100 µmol/g Kreatinin

Diese Seite wurde zuletzt am 16. September 2021 um 10:21 Uhr bearbeitet.

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