20-Cents-Test
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Definition
Der 20-Cents-Test, kurz 20-CT, ist ein kurzer Performance-Test zur seitengetrennten Beurteilung der Feinmotorik der Hand bei geriatrischen Patienten. Er misst die Zeit, die benötigt wird, um 20 Ein-Cent-Münzen mit den Fingerspitzen aufzunehmen und in ein Gefäß zu legen.
Hintergrund
Feinmotorische Einschränkungen der Hände sind im höheren Lebensalter häufig und können die Alltagsbewältigung deutlich beeinträchtigen. Der 20-Cents-Test wurde als einfaches, standardisierbares Verfahren entwickelt, das ohne Spezialmaterial auskommt und sich zur Früherkennung sowie zur Verlaufsbeobachtung feinmotorischer Störungen eignet. In Validierungsarbeiten wird beschrieben, dass der Test auch bei kognitiv eingeschränkten Patienten und bei mäßig eingeschränktem Sehvermögen durchführbar sein kann, sofern die Aufgabeninstruktion verstanden wird.
Durchführung
Benötigt werden 20 Ein-Cent-Münzen, eine Unterlage und ein Auffanggefäß. Die Münzen werden mit geringem Abstand auf einer Fläche ausgelegt. Anschließend nimmt der Patient nacheinander mit rechter und linker Hand möglichst schnell alle Münzen auf und legt sie in das Gefäß. Für jede Hand wird die benötigte Zeit getrennt bestimmt. Je nach Protokoll wird der Durchgang spätestens nach 50–60 Sekunden beendet und dann die bis dahin eingelegte Münzanzahl dokumentiert.
Interpretation
Als gebräuchliche Orientierungswerte werden angegeben: < 30 Sekunden spricht für keinen Hinweis auf eine alltagsrelevante Feinmotorikstörung, > 40 Sekunden für einen Verdacht auf eine alltagsrelevante Störung und > 50 Sekunden für eine weitgehend gesicherte alltagsrelevante Störung der Feinmotorik. Grenzwerte sind kontextabhängig zu interpretieren und werden typischerweise seitengetrennt angewandt.
Einsatzgebiete
Der Test wird vor allem im Rahmen des geriatrischen Assessments genutzt, beispielsweise zur Einschätzung handmotorischer Voraussetzungen für Aktivitäten des täglichen Lebens und als Verlaufsparameter unter Therapie, Training oder Rehabilitation.
Limitation
Das Ergebnis kann durch Sehbeeinträchtigung, fehlende Kooperation, Tremor, Schmerzen, ausgeprägte Arthropathien oder schwere kognitive Störungen beeinflusst werden. Der Test liefert einen quantitativen Summenparameter der Feinmotorik, erlaubt jedoch keine direkte Zuordnung zu konkreten Einzelaktivitäten oder Ursachen der Störung und sollte daher im Kontext weiterer klinischer Befunde bewertet werden.