Detritus
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Loslegenvon lateinisch: detritus – Geröll
Synonym: Debris
Englisch: detritus, debris
Definition
Als Detritus bezeichnet man die Gesamtheit der nach einer Gewebenekrose bzw. Apoptose verbleibenden zellulären Zerfallsprodukte, die durch Autolyse nicht weiter abbaubar sind.
Hintergrund
Detritus tritt vor allem bei Abszessen, Pseudozysten oder chronischen Wunden auf. Physiologisch kommt er in den vertieften Krypten der Tonsilla palatina vor, wo er histologischen Anhalt für eine Differenzierung des MALT-Gewebes bietet, sowie im Wochenfluss während des Wochenbetts.
Pathologie
Makroskopisch handelt es sich meist um gelblich-weißes, bröckeliges, nekrotisches Material. Mikroskopisch sieht man amorphes Zellmaterial, Proteinreste, Kerntrümmer sowie neutrophile Granulozyten.
Klinik
In chronischen Wunden und Abszessen kann Detritus als Nährboden für Mikroorganismen dienen und die Wundheilung verzögern. Daher wird er häufig durch mechanisches oder enzymatisches Débridement entfernt.