Parainfluenzavirus
Englisch: human parainfluenza virus
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition
Das Parainfluenzavirus ist ein RNA-Virus und gehört zur Gattung des Paramyxovirus. Das Virus führt zu Erkrankungen des Respirationstrakts.
2 Epidemiologie
Eine Infektion mit dem Parainfluenzavirus tritt vor allem bei Kleinkindern unter drei Jahren in den gemäßigten Klimazonen auf. Das Virus wird über Tröpfcheninfektion übertragen, wobei eine saisonale Häufung in den kälteren Jahreszeiten zu beobachten ist. Neunzig Prozent der Kinder im Alter von zehn Jahren sind seropositiv für Antikörper gegen das Parainfluenzavirus.
3 Pathogenese
Nach Infektion der Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes ist eine Ausbreitung auf den gesamten Tracheobronchialraum möglich. Generell wird durch eine Infektion eine Entzündung ausgelöst und Zytokine wie z.B. Interferon gamma und TNF-alpha ausgeschüttet. Bei kleineren Kindern kann es durch eine ausgeprägte Schleimbildung zu einer Obstruktion der Atemwege kommen.
4 Klinik
Eine Infektion manifestiert sich durch eine Rhinitis, Husten, Fieber und Pseudokrupp, seltener durch eine Pneumonie. Bakterielle Superinfektionen sind häufig.
5 Diagnostik
In der Regel wird die Diagnose einer Infektion mit dem Parainfluenzavirus klinisch gestellt. Der Nachweis über eine Kultur oder über die Serologie ist von untergeordneter Bedeutung.
6 Therapie
Die Therapie erfolgt symptomatisch.
7 Prophylaxe
Eine Impfung ist bis jetzt nicht möglich.
Tags: Respirationstrakt
Fachgebiete: Kinderheilkunde, Mikrobiologie
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