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Major Histocompatibility Complex

Synonyme: Haupthistokompatibilitätskomplex, Hauptgewebeverträglichkeitskomplex, MHC

1 Definition

Als Major Histocompatibility Complex wird der Genkomplex in Centromer-Nähe auf Chromosom 6 bezeichnet, der für die Antigene des HLA-Systems kodiert. MHC-Proteine sind Oberflächenproteine von Zellen, die der Präsentation von Antigenfragmenten und der Kommunikation zwischen Zellen dienen.

2 Einteilung

Der MHC nimmt an unterschiedlichen Formen der Antigenpräsentationen teil. Man unterscheidet:

3 Reaktionsmuster

Die Antigenpräsentation auf MHC-Rezeptoren führt zu unterschiedlichen Reaktionsmustern des Immunsystems.

3.1 MHC-Klasse I

Ein Antigen, das mit einem MHC-I-Rezeptor auf der Zellmembran präsentiert wird, verursacht die Aktivierung/Bindung einer zytotoxischen T-Zelle. Das präsentierte Antigen kann ein Virusbestandteil oder auch ein von der MHC-I-Körper-Zelle verdautes Stück eines eigenen Tumorproteins sein, z.B. in einer entarteten Zelle, die sich zu einer Tumorzelle differenzieren will. Damit wird dann die "geschädigte" Zelle von den CD-8-Zellen samt Inhalt erkannt und zerstört (zelluläre Reaktion).

3.2 MHC-Klasse II

Ein Antigen, das mit dem MHC-II-Rezeptor präsentiert wird, veranlasst die Bindung von CD-4-Helferzellen, die dann die Antikörpersynthese veranlassen (humorale Reaktion).

Fachgebiete: Immunologie

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