Herpesvirus
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Synonyme: Herpesviridae
Englisch: herpes viruses
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition
Die Herpesviren sind eine Gruppe von DNA-Viren. Sie sind 150-200 nm groß, verfügen über eine Hüllenmembran und eine kubische Form. Herpesviren rufen totz sehr enger struktureller Gemeinsamkeiten äußerst unterschiedliche Erkrankungen hervor.
2 Einteilung
2.1 Alphavirinae
- Herpes-simplex-Virus: Verursacht im Gesicht, an Lippen, Mundschleimhaut und Augen kleine Bläschen. Infizierte Zellen zeigen gewöhnlich ein milchiges Zytoplasma und Kerneinschlusskörperchen, zum Teil sind auch Riesenzellen erkennbar. Der Virus führt zu einem Aufbrechen von Zellverbindungen und intraepidermaler Blasenbildung. Herpes simplex kann in Nervenaxonen persistieren und zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert werden.
- Varizella-Zoster-Virus: Verursacht Windpocken und verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion. Auch dieser Virus kann persistieren und z.B. bei einer Abwehrschwäche des Organismus als Gürtelrose (Herpes zoster) wieder ausbrechen.
2.2 Betavirinae
- Zytomegalie-Virus (CMV): Ruft eine mononukleoseähnliche Infektion hervor. Der Virus kann persistieren und z.B. bei Immunsupprimierten (Transplantation, HIV, u.a.) wieder auftreten. Einschlusskörperchen in Riesenzellen (Eulenaugenzellen) sind das typische histologische Bild.
- Muromegalovirus
- Roseolovirus
2.3 Gammavirinae
- Epstein-Barr-Virus (EBV, Lymphocryptovirus): Integriert sein Genom in infizierte B-Lymphozyten. Diese werden zerstört. Im Blutbild kann man ein massives Auftreten von T-Zellen (mononukleäre Zellen) beobachten.
- Rhadinovirus
- Herpes-Virus Saimiri (HVS)
- Marek's Disease Virus (MDV)
Fachgebiete: Virologie
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