Replikation
Englisch: replication
1 Definition [bearbeiten]
Als Replikation wird in der Genetik die Produktion einer DNA-Kopie verstanden.
2 Semikonservative Replikation [bearbeiten]
Bei der semikonservativen Replikation, wie sie beispielsweise in menschlichen Zellen zwischen den Mitosen stattfindet, wird zunächst der DNA-Doppelstrang durch das Enzym Helicase aufgespalten. SSB-Proteine verhindern, dass sich die Einzelstränge wieder verbinden. Die so entstandenen Einzelstränge dienen dann der DNA-Polymerase als Matrize für die Synthese des komplementären Stranges.
Der Folgestrang wird diskontinuierlich repliziert. Die DNA-Polymerase 3 synthetisiert in 5' - 3' Richtung. Die Primase wandert mit der Öffnung und sythetisiert an verschiedenen Stellen RNA-Primer, welche als Ansatzpunkte für die die DNA-Polymerase 3 dienen. Sie synthetisiert DNA-Fragmente, so genannte Okazaki-Stücke. Die DNA-Polymerase 1 tauscht die Ribonukleotide des RNA-Stranges durch Desoxyribosenukleotide aus, um einen DNA-Strang zu bilden. Die DNA-Ligase verbindet mit Phosphordiesterbindungen die Okazaki-Stücke und der Folgestrang ist repliziert. Der Leitstrang wird ähnlich repliziert, nur existieren hier die Okazaki-Stücke nicht und es wird so kontinuierlich repliziert.
siehe auch: Semikonservative Replikation
3 Virusreplikation [bearbeiten]
In der Virologie wird die die Virusreplikation, also die Vermehrung eines Virus unter Zuhilfenahme des Wirtsstoffwechsels, als Replikation bezeichnet.
Siehe auch: Virusreplikation
Fachgebiete: Molekulargenetik
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