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Häm

von griechisch αἷμα (Genitiv: αἵματος) - Blut
Englisch: heme, haem

1 Definition

Häme sind chemische Komplexe, die ein Eisen-Ion als Zentralatom aufweisen.

Häm- kommt als Silbe in vielen medizinischen Fachbegriffen vor, wie Hämoglobin, Hämophilie, Hämolymphe, Hämatologie, Hämatom oder Hämatokrit.

2 Synthese

Häm wird in den Mitochondrien und im Zytosol von Leber und Knochenmark gebildet. Benötigte Substrate sind Succinyl-CoA und Glycin, aus denen zunächst δ-ALA hergestellt wird. Häm hemmt seine eigene Synthese an drei Stellen:

  • Transkriptin der Pro-δ-ALA-Synthetase
  • Transport von δ-ALA-Synthetase ins Mitochondrium
  • Aktivität der δ-ALA-Synthetase (via allosterischer Modulation)

Zudem reguliert es die Produktion der Globinketten.

3 Biochemie

Häm ist die prosthetische Gruppe der Hämoproteine bzw. Cytochrome. Es besteht aus einem großen, heterozyklischen organischen Ringsystem, das man als Porphyrin bezeichnet und dem zentralen Eisenion.

Tags:

Fachgebiete: Biochemie

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Dr. med. univ. Sabrina Mörkl schreibt seit dem 28.05.2011 im Flexikon, hat bereits 243 neue Artikel publiziert und 164 Artikeldetails verbessert.

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