Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Enuresis

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Synonym: Einnässen
Englisch: enuresis, bed-wetting

1 Definition

Mit Enuresis wird das unwillkürliche Einnässen bei Kindern nach dem 3. bzw. 4. Lebensjahr bezeichnet, ohne dass eine körperliche Ursache vorliegt.

2 Einteilung

Nässt ein das Kind von Geburt an dauerhaft ein, spricht man von der primären Enuresis. Hatte das Kind zwischenzeitlich bereits gelernt, die Blase kontrolliert zu entleeren, spricht man von einer sekundären Enuresis. Das Einnässen über das 18. Lebensjahr hinaus wird als adulte Enuresis bezeichnet.

3 Ursachen

Bis zum Ende des vierten Lebensjahr lernen normal entwickelte Kinder in der Regel, das Wasserlassen zu beherrschen. Bei einer primären Enuresis ist dies jedoch nicht der Fall. Es kann sein, dass das Sympathikus/Parasympathikus-System, das die Blase innerviert und dadurch Informationen über den Füllungszustand an das ZNS weiterleitet, noch nicht vollständig entwickelt ist. Auf diese Weise kommt es bei rund jedem 10. Kind älter als vier Jahre zum wiederholten Einnässen, da es den Druck auf der Blase oft nicht rechtzeitig wahrnimmt. Aber auch psychischer Stress kann dazu führen, dass das bereits "trockene" Kind seine Blase nicht unter Kontrolle hat. Dies wird als sekundäre Enuresis bezeichnet.

4 Symptome

Nässt das Kind vor allem nachts ins Bett ein, spricht man von einer Enuresis nocturna. Geschieht es jedoch größtenteils tagsüber, so ist von einer Enuresis diurna die Rede. Wenn beides der Fall ist, fasst der Fachmann dies als Enuresis diurna et nocturna zusammen. Zusätzlich können die Eltern oft auch eine passive Einstellung des Kindes beim Ansprechen auf das Thema beobachten. Depressionen, aber auch Hyperaktivität sind mögliche Begleiterscheinungen.

5 Diagnose

Im Rahmen einer Anamnese können die Eltern Auskunft über den Zustand des Kindes geben. Hier ist es dann möglich, psychische oder organische Ursachen auszuschließen. Auch eine Urin-Untersuchung auf mögliche Harnwegsinfekte kann hilfreich sein. Eine Ultraschall-Untersuchung der Blase liefert Informationen zur Restharnbildung. In einem Tagebuch sollen die Eltern des betroffenen Kindes dokumentieren, wie oft und zu welchen Uhrzeiten genau das Kind einnässt.

6 Therapie

Das Kind soll wieder die Blasenkontrolle beherrschen. Dies kann es im Rahmen einer Verhaltenstherapie oder eines Blasentrainings lernen. Helfen diese Methoden nicht weiter, kann man zu einer medikamentösen Therapie mit den Blasen-Sphincter unterstützenden Wirkstoffen wie Imipramin oder dem Antidiuretikum Desmopressin übergehen.

Bei der Enuresis nocturna können Parasympatholytika wie Oxybutinin, Trospiumchlorid oder Darifenacin eine Besserung bringen.

Fachgebiete: Kinderheilkunde

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