Flüssigkeitssubstitution
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1. Definition
Als Flüssigkeitssubstitution bezeichnet man die parenterale Gabe isotonischer Infusionslösungen als Ergänzung oder Ersatz der oralen Flüssigkeitsaufnahme. Sie dient der Aufrechterhaltung einer positiven Flüssigkeitsbilanz.
2. Applikationsart, Infusionslösungen
Verwendete Infusionslösungen sind u.a.
Neben der intravenösen Applikation hat sich insbesondere in Altenpflegeeinrichtungen und geriatrischen Stationen die subkutane Infusion etabliert. Diese gilt als kreislaufschonender (geringere Resorptionsrate) und risikoärmer (geringere Entzündungsgefahr).
Ziel der Flüssigkeitssubstitution ist der Ersatz der physiologisch ausgeschiedenen Flüssigkeitsmenge. Eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr stellt insbesondere für niereninsuffiziente und kreislaufinstabile Patienten eine Kreislaufbelastung dar. In diesen Fällen ist eine Bilanzierung, sowie regelmäßige Kontrolle von Kreislaufparametern (ggf. ZVD-Messung) unbedingt erforderlich.
3. Flüssigkeits vs. Volumensubstitution
Die Flüssigkeitssubstitution ist gegenüber der Volumensubstitution abzugrenzen, die dem Ersatz unphysiologischer Blutvolumenverluste (z.B. bei Blutung oder Schock) dient.