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Version vom 19. Februar 2025, 21:27 Uhr

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Abkürzung für: Enzyme-Linked ImmunoSpot Assay
Definition
Der ELISpot Assay ist eine hochsensitive immunologische Methode zur Erkennung und Quantifizierung einzelner Zellen, die spezifische Zytokine, Antikörper oder andere Proteine sezernieren.
Technik
Zunächst wird eine Mikrotiterplatte mit einem Antikörper beschichtet, der gezielt das zu messende Molekül bindet. Anschließend werden die zu untersuchenden Zellen (meist T- oder B-Zellen) in die Wells gegeben und, falls erforderlich, stimuliert, sodass sie das Zielmolekül freisetzen. Das sezernierte Protein wird dann direkt von den Antikörpern auf der Platte eingefangen. Nach einer Inkubationszeit werden die Zellen entfernt und es erfolgt die Detektion mithilfe eines enzymgekoppelten Sekundärantikörpers der gegen ein anderes Epitop des sezernierten Proteins als der Primärantikörper gerichtet ist. Das an den Sekundärantikörper gebundene Enzym ist in der Lage, einen hinzugefügten Farbstoff durch Spaltung zu aktivieren, so dass die Enzymaktivität photometrisch erfasst werden kann: Sie ist proportional zur Menge des gebundenen Zielmoleküls. Anhand einer Kalibrationskurve kann die Konzentration des nachzuweisenden Proteins bestimmt werden. Der ELISpot Assay ermöglicht den Nachweis einer Immunantwort auf Einzelzellebene und ist somit hochsensitiv.
Indikation
Aufgrund seiner hohen Sensitivität findet der ELISpot-Assay breite Anwendung in klinischen und wissenschaftlichen Forschungsbereichen wie:
- Immunüberwachung: Untersuchung von Immunantworten bei Infektionen, Krebs oder Autoimmunerkrankungen.
- Impfstoffentwicklung: Bewertung von T-Zell- oder B-Zell-Reaktionen auf Impfstoffe.
- Transplantationsforschung: Nachweis alloreaktiver T-Zellen bei Transplantationspatienten.
- Infektionskrankheiten: Messung der Immunantwort auf Krankheitserreger wie HIV, Tuberkulose oder SARS-CoV-2.