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Zementoblast

1 Definition

Zementoblasten sind 8-12 µm große zementbildende Zellen des Zementes (Cementum dentis), der die Zahnwurzel (Radix dentis) umgibt. Sie entstehen während der Embryogenese im Rahmen der Odontogenese.

2 Hintergrund

Zementoblasten differenzieren im Frühstadium der Zementbildung (Zementogenese) aus den die Zahnpille umgebenden mesenchymalen Zellen (Zahnsäckchen) des Kiefers. Im Rahmen der Zementogenese synthetisieren sie Kollagenfibrillen und Grundsubstanz, die in ihrer Gesamtheit als Präzement oder Zementoid bezeichnet werden. Das Zementoid bildet die Matrix für die spätere Mineralisierung.

Im Bereich der unteren Zahnwurzel (Radix dentis) werden die Zementoblasten während der Zementogenese eingemauert und differenzieren zu Zementozyten. Diese zelluläre Komponente des Wurzelzementes wird als zelluläres Eigenfaserzement bezeichnet. Im Bereich des Zahnschmelzes ziehen sich die Zementoblasten aus der Matrix zurück. Es verbleibt ein als Zementzunge oder Zementinsel bezeichneter azellulärer Zementrest am Schmelzrand der Zahnkrone (Corona dentis).

Die Mineralisierung stellt die letzte Phase der Zementogenese dar. Nach abgeschlossener Mineralisierung verbleiben undifferenzierte Zementoblasten im Bereich der Zahnwurzel, die eine lebenslange Regeneration des Zementes ermöglichen.

siehe auch: Zahn, Zahnhalteapparat

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