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Membranrezeptor

(Weitergeleitet von Zelloberflächenrezeptor)

Synonym: Zelloberflächenrezeptor

1 Definition

Membranrezeptoren sind Rezeptoren, die sich auf der Oberfläche von Biomembranen befinden und aus Proteinen bestehen.

2 Biochemie

Membranrezeptoren besitzen bestimmte Passformen für kleine Moleküle (Liganden) oder große Moleküle. Entsprechen Moleküle diesen Passformen, können sie nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip an die Rezeptorstruktur andocken.

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3 Funktion

Das Andocken von Liganden an Membranrezeptoren führt zu verschiedenen Funktionen. Zum einen können dadurch Signale (z.B. von Zelle zu Zelle; siehe auch Signaltransduktion) übertragen werden, zum anderen können Substanzen in die Zelle eingeschleust werden. Auch Viren nutzen Membranrezeptoren, um ihr genetisches Material die Zelle zu schleusen.

4 Einteilung

Nach ihrer grundsätzlichen Funktionsweise kann man Membranrezeptoren in 2 Typen unterteilen:

5 Regulation

Zellen können die Anzahl ihrer Membranrezeptoren steigern (Upregulation) oder vermindern (Downregulation). Dies geschieht meist durch eine zeitweise Internalisierung von Rezeptoren in die Zelle. Dadurch regulieren sie ihre Empfindlichkeit gegenüber den entsprechenden Botenstoffen.

Darüber hinaus kann die Zelle auch die Rezeptorempfindlichkeit selbst verändern, indem sie die Konformation des Membranrezeptors modifiziert oder das intrazelluläre Effektormolekül des Rezeptors entkoppelt.

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Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Januar 2021 um 17:02 Uhr bearbeitet.

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