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Y-chromosomaler Erbgang

Synonym: holandrischer Erbgang

1 Definition

Ein Y-chromosomaler Erbgang ist ein gonosomaler Erbgang, bei dem das merkmalstragende Gen auf dem Y-Chromosom liegt.

2 Hintergrund

Beim Y-chromosomalen Erbgang liegt das merkmaltragende Gen auf dem Y-Chromosom. Die Merkmalsausprägung erfolgt daher nur bei Männern. Die Vererbung erfolgt rein in paternaler Linie, d.h. ein merkmalstragender Mann kann nur merkmalstragende Söhne haben. In der Praxis spielt jedoch dieser Erbgang keine wesentliche Rolle.

Da die meisten Gene auf dem Y-Chromosom, die nicht zu X-chromosomalen Genen homolog sind, eine Rolle bei der sexuellen Differenzierung spielen (Entwicklung der Geschlechtsmerkmale und der Spermatogenese) führen Mutationen in den betroffenen Genen vielfach zu einer Zeugungsunfähigkeit. Folglich kann eine derartige Erkrankung nicht auf Nachkommen weitervererbt werden. Die Y-chromosomale Vererbung wurde erst im Zeitalter der assistierten Befruchtung mittels ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) relevant.

siehe auch: X-chromosomaler Erbgang

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Fachgebiete: Genetik

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