Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Euer Flexikon-Team

Xeroderma pigmentosum

Synonyme: Melanosis lenticularis progressiva, XP, Mondscheinkrankheit, Lichtschrumpfhaut
Englisch: Xeroderma pigmentosum

1 Definition

Xeroderma pigmentosum, kurz XP, ist eine erblich bedingte Hauterkrankung, bei der bereits eine geringe Exposition gegenüber UV-Licht zur irreparablen Hautschäden führt. Bereits in jungen Lebensjahren treten verschiedene Formen von Hautkrebs auf.

ICD10-Code: Q82.1

2 Epidemiologie

Xeroderma pigmentosum ist eine sehr seltene Genodermatose mit autosomal-rezessivem Erbgang, deren Häufigkeit regional unterschiedlich ist. Sie liegt etwa zwischen 1:50.000 bis 1:250.000. In Deutschland leben rund 90 Erkrankte, die meisten davon Kinder.

3 Ursache

Die Exposition gegenüber UV-Licht führt in den Zellen der Epidermis zu DNA-Schäden. Durch die Absorption der Strahlungsenergie kommt es zur Bildung von Pyrimidin-Dimeren, insbesondere von Cyclobutan-Pyrimidin-Dimeren (CPDs) und Pyrimidin(6-4)Pyrimidon (6-4PP). Normalerweise werden diese molekularen Veränderungen durch Endonukleasen mittels Exzision der betroffenen Nukleotide repariert. Anschließend wird die entstandene Lücke durch eine DNA-Polymerase und eine Ligase wieder verschlossen.

Die dem Xeroderma pigmentosum zugrunde liegenden Gendefekte können verschiedene Abschnitte dieses Reparaturprozesses betreffen. Am häufigsten liegt ein Defekt der Endonukleasen vor, so dass die veränderten Nukleotide nicht mehr ausreichend aus der DNA eliminiert werden. Diese Veränderungen führen zu einer zunehmenden Anzahl von Mutationen. Betreffen die Mutationen wichtige Genabschnitte, die Tumorsuppressorgene oder Protoonkogene enthalten, kommt es zur malignen Entartung der Zelle.

Fachgebiete: Dermatologie

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