Wehenakme
Synonyme: Wehendruckmaximum
Definition
Der Begriff Wehenakme bezeichnet den Höhepunkt oder die maximale Intensität einer Wehe während des Geburtsvorgangs.
Hintergrund
Relevanz
Die Beurteilung der Wehenakme ist – neben der Wehenfrequenz, der Wehendauer, der Regelmäßigkeit, der Muttermundsdynamik und dem Basaltonus – wichtig zur Diagnose eines Geburtsstillstands oder einer protrahierten Geburt. Inadäquate Wehentätigkeit kann zu einem verzögertem Geburtsfortschritt führen, während eine übermäßige Wehentätigkeit mit fetaler Hypoxie assoziiert ist.
Messung
Die Aufzeichnung der Wehentätigkeit findet mit Hilfe des elektromechanischen Tokodynamometers (oft im Rahmen der CTG-Messung) statt. Dieses wird möglichst nahe des Fundus uteri auf der Bauchdecke der Schwangeren fixiert. Durch einen kleinen Taststift wird die Druckänderung des Uterus in ein elektrisches Signal umgewandelt und an ein Messgerät gesendet. Dieses gibt dann für den Messzeitraum eine Wehendruckkurve wieder, auf der auch die Wehenakme sichtbar wird.
Quellen
- Gnirs et al., Die Geburtshilfe - Geburtsüberwachung, abgerufen am 1.4.26