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Virusanzucht

1 Definition

Als Virusanzucht bezeichnet man diagnostische Verfahren in der Virologie, die eine Virusvermehrung in unterschiedlichen Medien ermöglichen, z.B. um eine Erregeridentifizierung durchführen zu können.

2 Hintergrund

Die Virusvermehrung ist nur dann möglich, wenn die Viren passende Wirtszellen zur Verfügung haben. Da Viren keinen eigenen Stoffwechsel besitzen, sind sie auf eine parasitäre Lebensweise angewiesen und müssen sich zur Vermehrung am Stoffwechsel der Wirtszelle bedienen. Damit dies gelingt, übernehmen die Viren nach der Invasion der Zelle die Kontrolle über diese, sodass sie die notwendigen Bedingungen für eine Vervielfältigung herstellen können. Die Virusreplikation verläuft dabei stets nach dem selben Prinzip:

  • Anheftung an die Oberfläche der Wirtszelle
  • Eindringen in die Wirtszelle
  • Freisetzung des viralen Genoms in der Zelle
  • massenhafte Replikation des Genoms und Herstellung neuer Viren
  • Freisetzung der Virionen aus der Wirtszelle

3 Methoden

In der virologischen Diagnostik stehen verschiedene Methoden zur Virusanzucht zur Verfügung. Das Verfahren muss dabei stets an die Bedingungen und Eigenschaften des Virus angepasst sein, damit eine erfolgreiche Anzüchtung gelingt. Mögliche Methoden zur Virusanzucht sind u.a.:

4 Ergebnis

Bei der Virusanzucht in embryonierten Hühnereiern können oftmals virusspezifische Pathologien bei den Embryonen festgestellt werden (z.B. Verzwergung, Lähmungen und Muskelatrophie, typische Organveränderungen u.ä.).

5 Quellen

Diese Seite wurde zuletzt am 10. September 2021 um 18:06 Uhr bearbeitet.

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