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Vaginale intraepitheliale Neoplasie

(Weitergeleitet von VAIN)

Synonym: VAIN
Englisch: vaginal intraepithelial neoplasia

1 Definition

Unter der vaginalen intraepithelialen Neoplasie, kurz VAIN, versteht man dysplastische Veränderungen im Bereich der Scheide (Vagina).

2 Klassifikation

Man unterscheidet:

  • VAIN I: Es handelt sich um milde Atypien im unteren Drittel des Epithels.
  • VAIN II: Hier sind die Atypien mäßig und lassen sich im basalen und mittleren Drittel des Epithels nachweisen.
  • VAIN III: Schwere Atypien lassen sich im gesamten Epithel nachweisen.

3 Ätiologie

Die Ätiologie ist noch nicht geklärt. Im Gegensatz zu den zervikalen intraepithelialen Neoplasien (CIN) und der vulvären intraepithelialen Neoplasie (VIN) scheint eine Infektion mit dem HP-Virus keine Rolle zu spielen. Chronische Irritationen durch die längere Anwendung von Intrauterinpessaren und durch einen Prolaps scheinen dysplastische Veränderungen zu begünstigen.

4 Verlauf

In einigen Fällen gehen die dysplastischen Veränderungen in ein Vaginalkarzinom über.

5 Klinik

Vaginale intraepitheliale Neoplasien verursachen keine Beschwerden.

6 Diagnostik

Zur Diagnose führen die Zytologie sowie die Kolposkopie.

7 Therapie

Die Therapie besteht in der Entfernung der dysplastischen Veränderungen im Gesunden. Dies ist z.B. mit dem Kohlendioxid-Laser möglich, wobei der Nachteil der Methode darin besteht, dass keine histologische Aufarbeitung erfolgen kann. In einigen Fällen ist eine partielle Kolpektomie nötig.

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Fachgebiete: Gynäkologie

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