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Urethrostomie (Hund)

Synonym: Künstlicher Harnröhrenausgang

1 Definition

Als Urethrostomie bezeichnet man ein operatives Verfahren beim Hund, bei dem eine permanente künstliche Harnröhrenöffnung geschaffen wird.

2 Indikationen

Urethrostomien sind bei folgenden Erkrankungen indiziert:

3 Methoden

Abhängig von der Lokalisation der Erkrankung werden unterschiedliche Urethrostomie-Methoden angewendet:

Die skrotale Urethrostomie wird dann bevorzugt, wenn gleichzeitig auch eine Kastration durchgeführt werden soll und die Läsion distal des Skrotums liegt. Perineale Urethrostomien hingegen werden regelmäßig bei Katzen angewendet - aber auch bei Hunden.

4 Durchführung

Unabhängig davon, welche Methode der Urethrostomie durchzuführen ist, wird nach dem Hautschnitt in die Tiefe bis auf die Urethra präpariert. Anschließend ist die Harnröhre der Länge nach mit einem glatten Schnitt zu eröffnen. Nachdem das periurethrale mit dem subkutanen Gewebe vernäht wurde, wird die urethrale Mukosa mit der Haut mit Einzelheften so vernäht, dass die Harnröhre schlüssig an der Hautoberfläche mündet.

Danach können die Hautschnitte beidseits mit Einzelheften verschlossen und der Blasenkatheter entfernt werden.

5 Komplikationen

Bei Urethrostomien können sowohl intraoperativ, als auch postoperativ verschiedene Komplikationen auftreten, u.a.:

6 Literatur

  • Fossum TW. 2007. Chirurgie der Kleintiere. 2. Auflage. München: Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag. ISBN: 978-3-437-57091-9

Diese Seite wurde zuletzt am 16. April 2021 um 05:54 Uhr bearbeitet.

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