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Stomatitis vesicularis

1 Definition

Bei der Stomatitis versicularis handelt es sich um eine Virusinfektion, die Pferde und Rinder in Amerika, Afrika und Asien betrifft. Auch Schweine können betroffen sein. Nach dem Kontakt mit infizierten Tieren kann es auch beim Menschen zu Erkrankungsfällen kommen. Die Infektion ähnelt der Maul- und Klauenseuche. Der Verlauf ist jedoch milder als bei der Maul- und Klauenseuche.

2 Erreger

Der Erreger der Stomatitis versicularis ist das Vesicular stomatitis virus.

3 Symptome

Die Inkubationszeit der Stomatitis vesicularis beträgt etwa 2 Tage. Danach kommt es zu Myalgien, Abgeschlagenheit, Fieber bis 40°C, Halsschmerzen, allgemeinem Krankheitsgefühl, manchmal zu einer milden Stomatitis (Bläschen an Gaumen, Rachen und Wangenschleimhaut), Lymphknotenschwellung. Später treten auch rote Bläschen an den Fingern auf. Den Bläschen ist meist eine Primärblase an den Händen vorausgegangen. Klinisch lassen sich die Bläschen nicht von einer Maul- und Klauenseuche unterschieden.

4 Diagnose

Zum Virusnachweis können Speichel, Flüssigkeit aus den Bäschen und Schleimhaut proben genutzt werden. Das Virus-Antigen kann mittels ELISA-Test nachgewiesen werden.

5 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch sollte an eine Maul- und Klauenseuche gedacht werden.

6 Therapie

Eine kausale Therapie ist nicht möglich. Zur symptomatischen Behandlung dienen analgetische und antipyretische Medikamente. Zur lokalen Behandlung können lokalanästhetische und wundheilungsfördernde Mundspülungen eingesetzt werden. Die Erkrankung heilt in den meisten Fällen binnen 2 bis 3 Wochen spontan aus.

6.1 Lokaltherapeutika

7 Prognose

Die Prognose ist in der Regel als gut anzusehen. Nach etwa einer Woche kommt es zur Abheilung.

8 Bemerkung

In Europa kam es bis heute, Oktober 2013, nur zu einigen Fällen im Kosovo im Jahre 1996. Die Stomatitis vesicularis zählt in Deutschland zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Betroffene Tiere müssen unter Quarantäne gestellt werden.

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