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Stiftaufbau

Synonym: Stiftkernaufbau

1 Definition

Der Stiftaufbau ist eine zahnärztliche Restauration, mit der die Krone eines wurzelbehandelten und kariös zerstörten Zahnes wiederhergestellt wird, wenn ein adhäsiver Aufbau nicht mehr möglich ist.

2 Voraussetzungen

Wie bei jeder Restauration muss zunächst eine optimale Mundhygiene vorhanden sein und das Parodont gesund sein. Die wichtigste Voraussetzung für den Stiftaufbau ist eine abgeschlossene endodontische Behandlung mit Wurzelkanalfüllung. Der Zahn muss noch über genug Restzahnhartsubstanz verfügen, um den Fassreifeneffekt zu erfüllen.

3 Technik

Ein Wurzelkanalstift schafft die notwendige Retention für den Aufbau. Dabei handelt es sich um einen in den Kanal eingeführten Stift aus Glasfaser, Kobalt-Nickel-Chrom-Legierungen, Carbonfaser, Zirkonoxidkeramik, Titan oder Edelmetalllegierungen. Er wird über ein Befestigungsmaterial dauerhaft im Kanal befestigt und dichtet den Kanal ab.

Der Aufbau dient als Ersatz der fehlenden Zahnhartsubstanz. Er formt einen neuen Stumpf, der nach der Behandlung überkront werden kann. Der Aufbau kann sowohl direkt im Mund, als auch indirekt im Labor angefertigt werden.

3.1 Direktes Verfahren

Ein konfektionierter Stift wird in den vorbehandelten Kanal mit Befestigungsmaterial eingesetzt. Der Aufbau wird dann mit Kunstoff am überstehenden Teil des Stiftes vom Zahnarzt im Mund geformt. Anschließend wird der überstehende Teil des Stiftes gekürzt und der Kunststoff nachpräpariert.

3.2 Indirektes Verfahren

In den vorbehandelten Kanal wird ein Stift eingesetzt. Der Zahn wird nun abgeformt, wobei der Stift in die Abformung übergeht und an das Labor weitergegeben wird. Der Techniker modelliert nun in Wachs oder Kunststoff den Aufbau des Zahnes, um ihn dann zu gießen.

4 Stiftformen

  • Zylindrische Stifte
  • Konische Stifte
  • Zylindrisch-konische Stifte
  • Schraubensysteme

5 Präparation

  • Fassreifeneffekt: Die Präparation bei einem Stiftaufbau sollte min. 1,5 mm zirkulär in gesunder Zahnhartsubstanz liegen. Im Englischen wird dieser Effekt als "ferrule effect" bezeichnet.
  • Stiftlänge beträgt 2/3 der Wurzellänge
  • 4-5 mm sollten mindestens apikal als Restwurzelfüllung vorhanden bleiben
  • Kanalinlay ist oval und verhindert die Rotation des Aufbaus

6 Indikationen

  • Kariös stark zerstörter, endodontisch versorgter Zahn, der nicht mehr genügend Zahnhartsubstanz für einen adhäsiven Kronenaufbau bietet.

7 Kontraindikationen

8 Problematiken

9 Quellen

  • Zahngesundheit-online
  • Einführung in die Zahnheilkunde - Elmar Hellwig, Hans-Jürgen Wenz und Klaus M. Lehmann, 12.Auflage

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Fachgebiete: Zahnmedizin

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