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Sinus sphenoidalis

Synonym: Keilbeinhöhle
Englisch: sphenoidal sinuses

1 Definition

Die Sinus sphenoidales sind 2 in Verbindung zur hinteren Nasenhöhle stehende Pneumatisationsräume im Corpus des Os sphenoidale (Keilbein), die durch ein Septum voneinander getrennt sind.

2 Anatomie

Die Sinus sphenoidales zählen zu den so genannten Nasennebenhöhlen und sind wie die Nasenhaupthöhle selbst mit Nasenschleimhaut ausgekleidet. Die Keilbeinhöhlen können durch zusätzliche Knochensepten im Lumen weiter segmentiert sein. Sie werden kaudal durch die Conchae sphenoidales mehr oder weniger knöchern verschlossen und haben über eine kleine Nische, den Recessus sphenoethmoidalis Zugang zum oberen Nasengang (Meatus nasi superior).

Kranial der Keilbeinhöhle liegt die Hypophyse. Zu beachten ist die nahe Assoziation zur Arteria carotis interna und zum Nervus opticus.

3 Klinik

Eine Entzündung der Sinus sphenoidales bezeichnet man als Sinusitis sphenoidalis. Sie ist eine Form der Rhinosinusitis, die als mögliche Komplikation eine Sinus-cavernosus-Thrombose auslösen kann.

Die operative Eröffnung und Ausräumung der Keilbeinhöhle nennt man Sphenoidotomie. Die Keilbeinhöhle dient darüber hinaus in der Neurochirurgie als Zugang zur Fossa hypophysialis und der darin befindlichen Hypophyse. Diese entsprechenden Eingriffe werden daher als transsphenoidal gelabelt.

Diese Seite wurde zuletzt am 2. März 2021 um 15:49 Uhr bearbeitet.

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