Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Saumepithel

1 Definition

Das Saumepithel ist ein spezialisiertes Epithelgewebe der Mundhöhle, das für die zirkuläre Anheftung der Gingiva an die Zahnoberfläche sorgt und so wie ein "Dichtring" die keimbesiedelte Mundhöhle von den tieferen Anteilen des Zahnhalteapparats abriegelt. Es bildet den Boden des Sulcus gingivalis.

2 Histologie

Das Saumepithel besteht aus zwei Schichten:

  • Stratum basale: Einschichtige Zelllage, die teilungsfähige Basalzellen für die Erneuerung des Saumepithels enthält
  • Stratum suprabasale: Teilungsinaktive Zellen, die sich mit ihrer Längsachse parallel zur Zahnoberfläche ausrichten. Sie sind durch Ausstülpungen ihrer Zellmembranen untereinander verzahnt und durch Desmosomen fest miteinander verbunden. An der Grenzfläche zum Zahn stellen Hemidesmosomen den Kontakt zur Zahnsubstanz her.

Das Saumepithel wird kontinuierlich erneuert, wobei die Epithelzellen nach koronal wandern und am Ende in den Sulcus gingivalis abgestoßen werden. Bei Kindern ist das Saumepithel direkt an der Lamina densa des Zahnschmelzes, bei jungen Erwachsenen an der Schmelz-Zement-Grenze befestigt.

3 Embryologie

Die Zellen des Saumepithels leiten sich von den Ameloblasten ab.

Tags: ,

Fachgebiete: Zahnmedizin

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

1 Wertungen (4 ø)

480 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: