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Riesenwuchs

Englisch: giantism, gigantism

1 Definition

Als Riesenwuchs bezeichnet man in der Medizin die starke Vergrößerung einzelner Körperpartien oder des gesamten Körpers.

Das Gegenteil des Riesenwuchses ist der Zwergwuchs.

2 Formen

2.1 Totaler Riesenwuchs

Totaler Riesenwuchs wird auch Gigantismus genannt. Mögliche Formen sind

  • proportionierter, primordialer Riesenwuchs
  • disproportionierter, eunuchoider Riesenwuchs mit Betonung der Oberlänge
  • temporärer Riesenwuchs
  • symptomatischer Riesenwuchs (z.B. bei Hypophysentumoren)

2.2 Partieller Riesenwuchs

Betrifft der Riesenwuchs nur einzelne Körperabschnitte, spricht man von einem partiellen Riesenwuchs. Dazu gehören u.a.:

Bezieht sich der Riesenwuchs allein auf die Akren, liegt eine Akromegalie vor, tritt der Riesenwuchs nur einseitig auf, so spricht man von Hemihypertrophie. Neben auffallender Körpergröße und/oder Körperform zählen Gewichtszunahme, Beschwerden am Bewegungsapparat, vermehrtes Schwitzen, Kompressionssyndrome peripherer Nerven (z.B. Carpaltunnelsyndrom) und Schlafapnoe zu den typischen Nebensymptomen der Akromegalie.

3 Ursachen

Ein Riesenwuchs kann konstitutionell bedingt sein oder auf Störungen der Hormonproduktion (Erhöhte Somatotropinproduktion, Fehlen der Geschlechtshormone) basieren. Partieller Riesenwuchs kommt u.a. bei Angiomen sowie bei genetischen Störungen wie dem Marfan-Syndrom, dem Proteus-Syndrom oder der Homocystinurie vor.

Fachgebiete: Terminologie

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