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Retikulozyten-Index

1 Definition

Der Retikulozyten-Index dient der Interpretation von Veränderungen des Anteils der Retikulozyten an der Gesamtzahl der Erythrozyten.

2 Hintergrund

Die Retikulozytenzahl muss immer in Zusammenhang mit dem Hämatokrit und der Gesamtzahl der Erythrozyten betrachtet werden. Beispielsweise kann bei einer Anämie und dem damit verbundenen Abfall der Gesamtzahl der Erythrozyten eine verminderte Produktion von Retikulozyten dennoch normal erscheinen. Der Retikulozyten-Index wird bestimmt, um diese Fehlermöglichkeit auszuschliessen.

3 Bestimmung

Der im Blutbild gemessene Anteil der Retikulozyten an der Erythrozytenzahl wird mit dem Hämatokrit multipliziert. Das Ergebnis wird durch den Standardhämatokrit (45 %) geteilt.

Zum Beispiel erhält man so bei einem gemessenen Retikulozytenanteil von 1,5 % und einem gemessenen Hämatokrit von 30 % durch die Rechnung:

  • (1,5 % x 30 %) / 45 % = 1 %

Damit wäre der Retikulozyten-Index grenzwertig im Referenzbereich von 1-3 %.

siehe auch: Retikulozytenproduktionsindex

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