Röhrenspannung
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Englisch: tube voltage, tube potential
Definition
Die Röhrenspannung ist die elektrische Spannung zwischen Kathode und Anode einer Röntgenröhre. Sie beschleunigt die emittierten Elektronen zur Anode und bestimmt damit die maximale Photonenergie der erzeugten Röntgenstrahlung.
Physikalischer Hintergrund
In der Röntgenröhre werden Elektronen durch Thermoemission aus der Kathode freigesetzt. Zwischen Kathode und Anode liegt eine Hochspannung an, die ein elektrisches Feld erzeugt und die Elektronen zur Anode beschleunigt. Die kinetische Energie der Elektronen ergibt sich aus:
- – kinetische Energie des Elektrons
- – Elementarladung
- – Röhrenspannung
Beim Auftreffen der Elektronen auf das Anodenmaterial entstehen Bremsstrahlung und charakteristische Röntgenstrahlung. Die maximale Energie eines erzeugten Photons entspricht dabei der kinetischen Energie der Elektronen.
Einfluss auf das Röntgenspektrum
Die Röhrenspannung beeinflusst maßgeblich das Röntgenspektrum:
- maximale Photonenergie: steigt proportional zur Röhrenspannung
- mittlere Photonenergie: nimmt mit steigender Röhrenspannung zu
- Strahlenhärte: höhere Spannung erzeugt energiereichere ("härtere") Strahlung
Die maximale Photonenergie beträgt:
Einfluss auf Bildkontrast
Die Röhrenspannung beeinflusst auch den Bildkontrast der Aufnahme. Bei niedriger Röhrenspannung:
- stärkerer Anteil des Photoeffekts
- höherer Bildkontrast
Bei hoher Röhrenspannung:
- stärkerer Anteil der Compton-Streuung
- geringerer Bildkontrast
Bedeutung für Strahlendosis und Bildqualität
Die Röhrenspannung ist einer der wichtigsten Parameter der Röntgentechnik und beeinflusst:
- Energie und Durchdringungsfähigkeit der Strahlung
- Bildkontrast
- Strahlenexposition des Patienten
Eine geeignete Wahl der Röhrenspannung ist daher entscheidend für die Optimierung von Bildqualität und Strahlenschutz. Die Wahl der Röhrenspannung hängt von der untersuchten Körperregion, der gewünschten Bildqualität und der Strahlendosis ab. In der diagnostischen Radiologie liegen die Röhrenspannungen typischerweise im Bereich von etwa:
- Mammographie : 20–35 kV
- Extremitätenaufnahmen: 60–80 kV
- Abdomenaufnahmen: 100–120 kV
- Computertomographie : 120–140 kV