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Papillarmuskelruptur

Synonym: Papillarmuskelabriss
Englisch: papillary muscle rupture

1 Definition

Als Papillarmuskelruptur bezeichnet man den Abriss eines Papillarmuskels vom Ventrikelmyokard.

2 Ätiologie

Meist tritt eine Papillarmuskelruptur, insbesondere linksventrikulär, als nekrosebedingte Spätkomplikation eines Myokardinfarktes auf.

Seltener sind traumatische Formen in Folge einer Herquetschung (Compressio cordis).

3 Pathogenese

Ursache des infarktbedingten Papillarmuskelruptur ist eine mechanische Überbelastung bei bestehender Strukturschädigung des Myokards. Letztere geht auf die Einschmelzung infarzierten Gewebes durch neutrophile Proteasen zurück.

4 Pathophysiologie

Durch den Papillarmuskelabriss resultiert ein Spannungsverlust innerhalb der Chordae tendineae mit

  • Rückschlagen der entsprechenden Cuspis in den Vorhof während der Systole (Mitralklappenprolaps) und
  • insuffizientem Klappenschluss (Mitralklappeninsuffizienz).

5 Klinik

Die Symptome ähneln jenen des Mitralklappenprolaps und der Mitralinsuffizienz

6 Diagnostik

Die Befundung der Papillarmuskelruptur erfolgt echokardiographisch.

echokardiographischer Befund

Differentialdiagnostisch gilt die Abgrenzung gegenüber dem symptomgleichen Sehnenfadenabriss.

7 Weblink

pathologischer Befund der Papillarmuskelruptur

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