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Paget-Karzinom

Synonyme: Morbus Paget, Paget-Erkrankung
Englisch: Paget disease of the nipple

1 Definition

Das Paget-Karzinom ist eine Sonderform des duktalen Carcinoma in situ, bei der durch Ausbreitung des duktalen Carcinoma in situ die Mamille und die umgebende Haut infiltriert sind. Der Morbus Paget tritt bei etwa 2 % der Mammakarzinome in Erscheinung.

2 Pathologie

Die Barrierefunktion der betroffenen Haut ist gestört. Es kommt zum Austritt eines serösen Exsudats. Die Mamille und ihre Umgebung sind gerötet und von einem nässenden krustigen Belag besetzt. Ein vorliegender Morbus Paget ist sehr häufig ein Hinweis auf ein Mammakarzinom in den tieferen Anteilen der Brustdrüse. Es können Hautverdickungen, Ödeme, Einziehung der Brustwarze und entzündliche Veränderungen auftreten. Daher sollten nach Diagnosestellung andere Karzinome in den Brustdrüsen ausgeschlossen werden.

3 Therapie

Grundlage der Therapie ist die Lumpektomie (Brustteilresektion) oder die komplette Mastektomie bzw. nach Möglichkeit die brusterhaltende Therapie. Ergänzend können eine Bestrahlung, antihormonelle Therapie und falls erforderlich (z.B. bei Fernmetastasierung) eine Chemotherapie durchgeführt werden. Bei Nachweis spezifischer Hormonrezeptoren sollte eine Therapie mit Tamoxifen eingeleitet werden.

4 Prognose

Die Prognose der Patientin wird durch das alleinige Auftreten eines Morbus Paget nicht verschlechtert. Entscheidend sind die Eigenschaften des tiefer gelegenen Karzinoms.

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