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Osmotische Diurese

Synonym: Molekulardiurese
Englisch: osmotic diuresis

1 Definition

Als osmotische Diurese bezeichnet man eine vermehrte Wasserausscheidung über die Niere (Diurese), die durch osmotisch wirksame Substanzen ausgelöst wird.

2 Physiologie

Die physiologische Harnkonzentrierung erfolgt überwiegend auf passivem Weg, indem der Tubulusflüssigkeit per Osmose Flüssigkeit entzogen wird. Wenn die Tubulusflüssgkeit osmotisch aktive Teilchen enthält, die nicht resorbiert werden können, vermindert sich der osmotische Gradient zwischen der Tubulusflüssigkeit und dem Umgebungsgewebe. Die Wasserrückresorption wird reduziert, das Urinzeitvolumen steigt an. Das Urinzeitvolumen kann noch stärker ansteigen als bei der Wasserdiurese und bis zu 15l/Tag betragen.

3 Klinik

Ein Beispiel für die osmotische Diurese ist die Polyurie bei Diabetes mellitus. Wenn die Transportkapazität für Glukose im proximalen Tubulus ("Nierenschwelle") überschritten ist, verbleibt osmotisch aktive Glukose im Tubulus und verhindert die Wasserrückresorption.

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Fachgebiete: Physiologie

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