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Wasserdiurese

Englisch: water diuresis

1 Definition

Als Wasserdiurese bezeichnet man eine vermehrte Wasserausscheidung über die Nieren (Diurese), die mit einer Hypoosmolarität des Harns einhergeht.

2 Physiologie

Bei der Wasserdiurese ist das Urinzeitvolumen sehr groß - es kann bis zu 15% der glomerulären Filtrationsrate (GFR) betragen. Diese Form der Diurese ist eine Kompensationsreaktion auf eine massive Zufuhr hypotoner Flüssigkeit. Das aufgenommene Flüssigkeitsvolumen führt zu einer leichten Verminderung der Plasmaosmolalität, die eine reduzierte ADH-Ausschüttung im Hypophysenhinterlappen (HHL) nach sich zieht. Der ADH-Spiegel im Blut sinkt, die Diurese wird gesteigert. So wird die aufgenommene Flüssigkeit bei geringem Salzverlust wieder ausgeschieden.

Die Plasmahalbwertszeit des ADH beträgt etwa 7 Minuten. Nach der Wasseraufnahme dauert es daher einige Zeit, bis die Diurese eintritt, da das bereits im Blut zirkulierende ADH abgebaut werden muss.

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Fachgebiete: Biochemie

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