logo Einloggen

Oligoastrozytom

1. Definition

Oligoastrozytome, kurz OAs, sind Tumoren des ZNS. Es handelt sich um diffus infiltrierende Mischgliome, die histologisch zum Teil Oligodendrogliomen, zum Teil Astrozytomen ähneln.

2. Epidemiologie

Zusammen mit den anaplastischen Astrozytomen machen Oligoastrozytome etwa 5% aller ZNS-Tumoren aus. Sie entstehen meist im Erwachsenenalter mit einem Häufigkeitsgipfel zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr.

3. Lokalisation

Oligoastrozytome sind meist in den Großhirnhemisphären - mit einer Präferenz für den Frontallappen - angesiedelt.

4. Pathologie

Makroskopisch sind Oligoastrozytome kaum von Oligodenrogliomen zu unterscheiden. Es handelt sich um grau-rötliche Tumoren von weicher Konsistenz.

5. Pathohistologie

Oligoastrozytome sind diffus infiltrierende Gliome mit niedriger Mitoserate, die sich aus zwei Zellpopulationen - Oligodendrozyten und Astrozyten - zusammensetzen. Diese können diffus vermischt sein oder in getrennten Kompartimenten vorliegen. Daneben kommen auch hybride Zelltypen vor. Häufig sind degenerative Veränderungen in Form von Mikrokalzifikationen und Mikrozysten zu erkennen.

6. Molekularbiologie

Etwa 30-50% der Oligoastrozytome zeigen eine Codeletion der Chromosomenarme 1p und 19q. Alternativ kann in etwa 1/3 der Fälle eine Mutation von TP53 vorliegen.

Symptome und Therapie, siehe: Oligodendrogliom

Stichworte: Tumor, ZNS
Fachgebiete: Neurologie

Empfehlung

Shop News Jobs CME Flexa Piccer
NEU: Log dich ein, um Artikel in persönlichen Favoriten-Listen zu speichern.
A
A
A

Teilen Was zeigt hierher Versionsgeschichte Artikel erstellen Discord
Dr. Frank Antwerpes
Arzt | Ärztin
Diese Funktion steht nur eingeloggten Abonnenten zur Verfügung
Letzter Edit:
09.06.2017, 16:49
5.530 Aufrufe
Nutzung: BY-NC-SA
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...