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Nahlappenplastik

Englisch: local flap

1 Definition

Die Nahlappenplastik ist eine Form der Lappenplastik zur Deckung von Gewebedefekten der Haut. Die Nahlappenplastik bedient sich gestielter Lappen, die aus der unmittelbaren Umgebung der Defektstelle gewonnen werden.

siehe auch: Fernlappenplastik

2 Hintergrund

Beim Nahlappen harmonieren Hautfarbe, -textur und -behaarung gut mit dem fehlenden Gewebe. Sie finden daher häufig Verwendung in der plastischen Chirurgie bzw. rekonstruktiven Chirurgie.

3 Einteilung

Die Nahlappenplastik kann man weiter in eine lokale ("local flap") und eine regionale Lappenplastik ("regional flap") unterteilen - je nachdem, ob die Spenderstelle unmittelbar an den Defekt grenzt oder nicht. Bei regionalen Lappen handelt es sich in der Regel um Insellappen.

4 Lappenplanung

Bei der Lappenplanung muss der Operateur verschiedene Parameter beachten:

  • Hautelastizität: Bei jüngeren Patienten mit straffer Haut braucht man größere Lappen, um einen spannungsfreien Wundverschlusses zu erzielen, als bei älteren Menschen.
  • Größe der Lappenbasis: Um eine Lappennekrose zu vermeiden, ist eine ausreichend große Lappenbasis notwendig, die sowohl die arterielle Versorgung des Gewebes, als auch den ungehinderten venösen Rückstrom aus dem Lappen gewährleistet.

5 Formen

Die wichtigsten Nahlappenplastiken sind:

Weitere Nahlappenplastiken für spezielle Indikationen sind:

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