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Nabelschnurumschlingung

Englisch: umbilical cord entanglement

1 Definition

Unter einer Nabelschnurumschlingung versteht man eine ein- oder mehrfache Umschlingung des kindlichen Halses oder des kindlichen Körpers durch die Nabelschnur.

2 Ätiologie

Eine lange Nabelschnur sowie ein Polyhydramnion begünstigen die Entstehung einer Nabelschnurumschlingung.

3 Klinik

Eine Nabelschnurumschlingung tritt bei jeder fünften Geburt auf, jedoch werden nur in der Hälfte der Fälle Zirkulationsstörungen, die mit der Gefahr der fetalen Hypoxie einhergehen, beobachtet.

4 Diagnostik

In der Pränatalperiode lässt sich die Nabelschnurumschlingung mit der Doppler-Sonographie nachweisen. Bei einer vorangegangen Totgeburt wird die Untersuchung auf eine Nabelschnurumschlingung mittels Doppler-Sonographie empfohlen.

Während der Geburt führt die Nabelschnurumschlingung in der Austreibungsperiode zu pathologischen Veränderungen in der Kardiotokographie. Die Kardiotokographie zeigt variable Dezelerationen, die häufig nur für kurze Zeit, seltener über einen längeren Zeitraum anhalten. Bei diesen Veränderungen ist eine Mikroblutuntersuchung indiziert, um die Sauerstoffversorgung des Kindes besser abschätzen zu können.

5 Therapie

Bei vorangegangener Totgeburt und in der Pränatalperiode durch die Doppler-Sonographie nachgewiesener Nabelschnurumschlingung kann in einzelnen Fällen eine primäre Sectio indiziert sein. Ansonsten bestimmt der Zustand des Fetus das weitere Vorgehen.

Tags:

Fachgebiete: Geburtshilfe, Gynäkologie

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