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Molekülmasse

Synonyme: Molekülgewicht, Molekulargewicht, Molekularmasse (veraltet)
Englisch: molecular mass

1 Definition

Die Molekülmasse ist die Summe der Atommassen aller Atome eines Moleküls. Man unterscheidet zwischen der relativen und der absoluten Molekülmasse. Sie wird heutzutage (2019) vor allem mit Hilfe der Massenspektrometrie bestimmt.

2 Relative Molekülmasse

Jedes Molekül hat eine definierte Molekülmasse, die sich durch Addition der bekannten Atommassen ergibt. Diese Zahlenwerte können dem Periodensystem entnommen werden. Die Atommasse ist keine absolute, sondern eine relative Angabe. Die Masseneinheit "1" entspricht 1/12 der Masse des Kohlenstoff-Isotops 12C. Die Zahlenwerte sind als Verhältniszahlen dimensionslos (relative Molekülmasse MR).

MR = 12 x m(Molekül) / m(12C)
Die relative Molekülmasse MR ist dimensionslos.
  • Beispiel: Die relative Molekülmasse von Wasser (H2O) beträgt:
    MR = (2 x 1) + 16 = 18

3 Absolute Molekülmasse

Die absolute Molekülmasse mM berechnet sich aus dem Quotienten der molaren Masse M eines Moleküls und der Teilchenzahl in einem Mol NA:

mM = M / NA
mit NA = 6,022 x 1023 / mol (Avogadro-Konstante)

Die absolute Molekülmasse kann in Gramm (g), in der atomaren Masseneinheit u oder in Dalton angegeben werden. Höhermolekulare Substanzen werden nach ihrer Sedimentation im genormten Schwerefeld auch in Svedberg gemessen.

  • Beispiel: Die absolute Molekülmasse von Wasser beträgt:
    mM = 18,015 / (6,022 x 1023) = 2,9916 x 10-23 g
    = 18 u = 18 Dalton

4 Nomenklatur

In der gängigen Verwendung wird die Molekülmasse häufig unkorrekt als molare Masse bezeichnet. Diese gibt jedoch die Masse pro Mol an und trägt daher die Einheit kg/mol. Die Zahlenwerte der relativen Molekülmasse (dimensionslos), der absoluten Molekülmasse (in u oder Dalton) und der molaren Masse (in g/mol) sind jedoch identisch.

Da Salze aus Ionen aufgebaut sind, spricht man hier von der Formelmasse. Sie ist die Summe der Atommassen der verhältnismäßig am Aufbau beteiligten Atome und ergibt sich aus der Formel des Salzes (z.B. NaCl, MgCl2, FeSO4).

Das leichteste Molekül ist das Wasserstoffmolekül (H2) mit 2 u. Je nach Literatur unterscheidet man abhängig von der Molekülmasse:

Zu den Makromolekülen gehören zum Beispiel viele Enzyme und Nukleinsäuren.

Diese Seite wurde zuletzt am 29. November 2019 um 18:55 Uhr bearbeitet.

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