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Leistenhernienoperation

Englisch: hernioplasty

1 Definition

Eine Leistenhernienoperation ist Therapie der Wahl bei Leistenhernie. Die Bruchlücke im Bereich des Leistenbandes wird operativ verschlossen und der Bruchinhalt zurück in die Bauchhöhle verlagert.

2 Operationsverfahren

Es kommen verschiedene Opearationsprinzipien zur Anwendung:

2.1 Offene Verfahren

Ein Verschluss mittels offener primärer Naht mit plastischer Deckung der Bruchlücke durch körpereigenes Gewebe erfolgt bei den Operationsverfahren nach Shouldice und Bassini.

Bei der Operation nach Lichtenstein erfolgt der Verschluss der Bruchlücke durch Einnähen eines Kunststoffnetzes (Vicryl).

2.2 Minimal-invasive Verfahren

Zunehmend an Bedeutung gewinnen Operationsverfahren nach dem Prinzip der minimal-invasiven Chirurgie. Dabei erfolgt die Versorgung der Leistenhernie laparoskopisch unter Einnähen eines Netzes, ähnlich der Operation nach Lichtenstein.

3 Verfahrensauswahl

Die Erfolgsquoten der minimal-invasiven Verfahren gegenüber den offenen Verfahren sind ebebnbürtig. Auch die Rezidivquoten waren bislang in etlichen randomisierten Studien nicht höher. Größere Erfahrungen und Langzeitbeobachtungen liegen naturgemäß für die offenen Verfahren vor.

Abzusehen ist, dass die Vorteile der minimal-invasiven Techniken (u.a. weniger Trauma, weniger Schmerz, kürzere Erholungsdauer) auf Dauer dazu führen werden, dass die offenen Leistenhernienoperationen in Zukunft einen immer geringeren Stellenwert einnehmen werden.

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